
Melatonin. Schlafhilfe oder Schlafschwindel?
Mela-wer?
Melatonin erfüllt eine Doppelfunktion: Es dient als weit verbreitetes synthetisches Schlafmittel und ist gleichzeitig ein Hormon, das auf natürliche Weise von der kleinen Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Es ist unerlässlich für das reibungslose Funktionieren der inneren Uhr des Körpers, die den Schlaf-Wach-Rhythmus, den sogenannten „zirkadianen Rhythmus“, steuert.
Der Melatoninspiegel im Gehirn steigt natürlicherweise mit Einbruch der Dunkelheit und signalisiert so den nahenden Schlaf. Der Anstieg beginnt üblicherweise zwei Stunden vor dem Zubettgehen. Daher ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus für eine konstante Melatoninproduktion wichtiger als die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Die Bedeutung einer festen Routine – Routine, Routine, Routine – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Schlafmitteln beschleunigt Melatonin nicht das Einschlafen, sondern beeinflusst den Schlafrhythmus. Da Melatonin Zeit benötigt, um seine Wirkung zu entfalten, führt die Einnahme unmittelbar vor dem Schlafengehen nicht zu schnellem Einschlafen. Spürbare Effekte treten in der Regel erst nach einigen Stunden, oft bis zu fünf, ein.
In unserer heutigen, unerbittlich technologiegeprägten Gesellschaft wird es immer schwieriger, einen ausgeglichenen Schlafrhythmus beizubehalten. Zu wenig Tageslicht, die nächtliche Belastung durch blaues Licht von Bildschirmen und der Konsum von Koffein am Nachmittag können den zirkadianen Rhythmus stören.
Für Menschen, die das Gefühl haben, nicht mehr im Einklang mit ihrem natürlichen Schlafrhythmus zu sein und unter Schlafproblemen leiden, erscheinen rezeptfreie „natürliche“ Melatoninpräparate oft als intuitive Lösung, um ihre innere Uhr wieder in den Gleichgewicht zu bringen.
Kann die Einnahme von zusätzlichem Melatonin meinen Schlaf wirklich verbessern?
Für jeden, der auf die schlaffördernde Wirkung von Melatonin schwört, gibt es jemanden, der es für wirkungslos hält. Die gängigen Empfehlungen legen nahe, dass Melatonin kein Allheilmittel gegen chronische Schlaflosigkeit ist, aber bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus wie dem verzögerten Schlafphasensyndrom (DSPS) und möglicherweise Jetlag hilfreich sein kann. Für Menschen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten aufgrund von Nachtschichten oder häufigen Reisen könnte Melatonin daher eine Möglichkeit bieten, ihre innere Uhr bei Bedarf wieder in Einklang zu bringen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Melatonin keine Lösung für einen ununterbrochenen Schlaf ist. Wenn Ihr Problem darin besteht, nachts aufzuwachen, anstatt einzuschlafen, wird Melatonin wahrscheinlich keine Linderung verschaffen, was auf eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus hindeutet.
Obwohl das Abhängigkeitsrisiko gering ist, wird empfohlen, Melatoninpräparate nur kurzfristig einzunehmen. Die Wirkung des Präparats wird nur minimal reguliert, und obwohl es als „sichere, natürliche“ Option gilt, gibt es Hinweise darauf, dass es die Immun- und Stoffwechselfunktionen sowie die Fortpflanzung bei Tieren beeinträchtigen könnte. Umfassende Studien zu seinen Langzeitwirkungen beim Menschen liegen nicht vor.
Erwähnenswert ist auch, dass die Wirksamkeit von Melatonin bei der Verkürzung der Einschlafzeit eher gering ist; Anwender berichten von einer durchschnittlichen Zeitersparnis von nur 7 Minuten beim Einschlafen.
Wenn die Einnahme von Melatoninpräparaten erwogen wird, ist es unerlässlich, dies mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen, um die Eignung und die richtige Dosierung zu bestimmen und so mögliche Nebenwirkungen wie Bluthochdruck oder morgendliche Müdigkeit zu vermeiden.
Letztendlich produziert Ihre Zirbeldrüse auf natürliche Weise ausreichend Melatonin, um Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Es liegt in Ihrer Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, das eine rechtzeitige Melatonin-Freisetzung ermöglicht und somit einen mühelosen, erholsamen Schlaf Nacht für Nacht fördert.
Der
- Natürliches Licht während des Tages
- Bewegung (aber nicht zu spät)
- Nach dem Mittagessen sollten Sie kein Koffein mehr zu sich nehmen.
- Schalten Sie Bildschirme 2 Stunden vor dem Schlafengehen aus.
- Entspannen Sie sich mit
Drowsy Schlafspray.

